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Fest des Hl. Nikolaus


Gedanken zum Sonntagsevangelium

Liebe Pfarrgemeinde, finden Sie ab sofort die Gedanken zu den Schriftlesungen des Sonntags oder Feiertags hier auf unserer Website. Entweder über


Pfarrprojekt Guatemala

Liebe Pfarrgemeinde von Hietzing! Der Advent ist in Hietzing für viele mit unserem Pfarrprojekt in Guatemala verbunden. Die Vorschule in Chajaba


Änderungen ab 17. November/Online Gottesdienste

Livestream Gottesdienste Wie schon im ersten "Lockdown" besteht die Möglichkeit den Sonntagsgottesdienst aus Ober St. Veit online mitzufeiern. B


Pastorale Leitlinien

Wie schon im letzten Pfarrblatt angekündigt ist die Erstellung der pastoralen Leitlinien abgeschlossen. Wir laden herzlich ein zur Lektüre und anger


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    Pfarrprojekt Guatemala

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    Liebe Pfarrgemeinde von Hietzing!

    Der Advent ist in Hietzing für viele mit unserem Pfarrprojekt in Guatemala verbunden. Die Vorschule in Chajabal in Guatemala ermöglicht Kindern, die zuhause meist in ihrer Muttersprache K´iché sprechen, Spanisch zu lernen. Spanisch ist dann in Folge die Sprache, in der in öffentlichen Schulen unterrichtet wird. Zusätzlich zu dieser Vorbereitung auf die weiterführende Schule werden auch Themen wie Gesundheitserziehung in den Unterricht eingebaut, die Kinder bekommen eine Jause, oft das einzige ausreichende Essen am Tag. Durch Bildung soll der Kreislauf der Armut durchbrochen werden – ein schönes Zeichen dafür ist die Tatsache, dass ein ehemaliges Vorschulkind nun als Lehrerin in der Vorschule tätig ist.

    Dieses Jahr war ein besonders schwieriges – die Pandemie trifft alle, manche aber besonders hart: Hier ein Auszug aus einem Bericht von Brigitte Bannert:

    Guatemala ist doppelt von der Corona-Pandemie betroffen: die Zahl der Infektionsfälle ist – auch durch die Tausenden aus den USA Abgeschobenen – sprunghaft auf über 106.700 gestiegen, die Zahl der Todesfälle auf fast 3700;
    das ohnehin marode Gesundheitssystem ist an seinem Limit, im Juli haben 50 Ärzte in Guatemala-Stadt gekündigt, da sie seit März kein Gehalt bekommen haben. Zudem fehlen Schutzkleidung, Handschuhe, Desinfektionsmittel.
    Bereits am 16.3. verhängte Präsident Giammattei den Lockdown in Guatemala; dies bedeutet eine soziale Katastrophe für zigtausende GuatemaltekInnen, vor allem für diejenigen, die im informellen Sektor arbeiten.
    Es droht eine Hungerkrise: Da der öffentliche Nah- und Fernverkehr eingestellt ist, verloren viele sofort Arbeit und Lohn, zigtausende ambulante HändlerInnen kommen nun nicht mehr an ihre Verkaufsstellen, Bauern nicht zu ihren Feldern und mit ihren Produkten nicht auf die Märkte. Taglöhner haben keine Möglichkeit, irgendwo durch Einsatz ihrer Arbeitskraft Geld zu verdienen. Die öffentlichen Bediensteten auf Ämtern oder in den Gemeinden (LehrerInnen, Krankenschwestern etc.) bekamen ebenfalls seit März kein Gehalt mehr!
    Der Tourismus ist selbstverständlich auch zusammengebrochen, und das schon vor der Semana Santa, die für viele Familien die Existenz für Monate gesichert hätte. In Guatemala ist schon in normalen Zeiten die Hälfte der Kinder chronisch unterernährt; die Welternährungsorganisation befürchtet, auch durch den Anstieg der Lebensmittelpreise, eine weitere Verschlechterung der Ernährungssituation;  das macht die Kinder besonders anfällig für viele Krankheiten, sie leben in ihren Hütten unter katastrophalen hygienischen Bedingungen. Die Kindersterblichkeit beträgt 34%!

    Die Zahlen sind ohnehin hoch, aber trotzdem sehr mit Vorsicht zu genießen, da ja am Land überhaupt nicht getestet wird und dort zahllose Tote schnell und heimlich begraben werden – man fürchtet Diskriminierung und Ausgrenzung, wenn man einen Coronafall in der Fanilie hat!
    Die Schulen waren ab etwa März auf Distanz-Lernen – und das haben die Frauen in Chajabal  ganz genau durchgeführt – teilweise Lernen im Freien mit einzelnen Kindern oder Lernen mit Hausbesuch, wie man auf dem Foto sehen kann – Victorina, die Leiterin der Vorschule beim Einzelunterricht.
    Seit Oktober sind Ferien; langsam fährt das Land auch wieder hoch, es fahren Busse bzw. darf man mit dem Privatauto aus der Stadt hinaus – weil ja Ferienzeit ist – ich fürchte, das wird die Situation nicht verbessern!

    Wir verkaufen zum 14.Mal Kalenderblätter im Advent – diesmal anders: Da durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zur Zeit keine Messen stattfinden bzw. wir – falls sie wieder stattfinden – nicht vor der Kirche zusammenstehen dürfen, wollen wir dieses Jahr (auch) auf einem andren Weg um Ihre Spenden bitten: wir haben ein Sparbuch, lautend auf „Guatemala“, auf das man die Spenden überweisen kann. Falls Sie gerne auch die Kalenderblätter, die Sie durch Ihre Spende „gekauft“ haben, erhalten wollen, bitte um ein Mail an u.zessner@aon.at, wir schicken Ihnen dann Ihre – hoffentlich noch vorhandenen – Wunschtage zu. Und: vielleicht gibt es ja am 3.Adventsonntag wieder eine Messe, in der wir von unsrem Projekt erzählen können.

    Unser Ziel ist auch dieses Jahr 3 500 € zu erhalten – die Pfarre verdoppelt diesen Betrag – und so Victorina und ihrem Team mit unserem Beitrag zu ermöglichen, die Vorschule in Chajabal auch in diesen Zeiten zu betreiben.

    Vielen Dank und einen besinnlichen Advent,
    Eine-Welt-Gruppe der Pfarre Hietzing
    (Irmi Güttner, Peter Jünnemann, Bernhard Kenner, Iri und Armin Pöder, Uta und Matthias Zessner)

    Spenden:
    Sparbuch lautend auf „Guatemala“ bei der Volksbank,
    IBAN: AT44 4300 0261 0002 6843
    BIC: VBOEATWW

    Fest des Hl. Nikolaus

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    Gedanken zum Sonntagsevangelium

    Liebe Pfarrgemeinde,
    finden Sie ab sofort die Gedanken zu den Schriftlesungen des Sonntags oder Feiertags hier auf unserer Website.

    Entweder über den Menüpunkt Seelsorge -> Sonntagspredigten oder durch Klick auf das Bild unterhalb.

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